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News:


 

Aktion Rollentausch --- SPD Politiker begleiten ein ambulantes Pflegeteam

geschrieben von: Caritasverband Donau-Ries Gf. M. Gaertner
 

 Aktion Rollentausch

SPD Politiker begleiten ein ambulantes Pflegeteam

 

Im vergangenen Monat hat eine „Aktion Rollentausch“ mit Vertretern des Ortsvereins der SPD stattgefunden. Spontan und unkompliziert haben sich Mitglieder der Vorstandschaft der SPD bereitgefunden, an dieser Aktion teilzunehmen. Ziel war es, sich vor Ort  mit den Bedürfnissen pflegebedürftiger Menschen zu Hause vertraut zu machen und sich mit den vielfältigen Aufgaben, aber auch Sorgen einer Sozialstation auseinanderzusetzen.

 

Laut der Leiterin der Sozialstation St. Vinzenz, Ursula Guggeis, verlangt die Arbeit in einer Sozialstation besondere Spontanität und die Bereitschaft, sich immer wieder neu auf Menschen mit ihren persönlichen Nöten und Problemen in ihrem ganz individuellen Umfeld einzulassen. Ursula Guggeis beklagt in diesem Zusammenhang, dass es in unserer Gesellschaft immer mehr Menschen gibt, die in kein „Versorgungsschema“ passen. Starre und unflexible Richtlinien werden den Menschen, die Hilfe brauchen, nicht gerecht. So gibt es immer wieder Menschen, die trotz eines hohen Hilfebedarfs nicht adäquat versorgt werden können. „Ambulant vor stationär“ ist ein schönes Schlagwort, das sich aber in der Realität des Pflegealltags nicht immer umsetzen lässt. Das Interesse der teilnehmenden Politiker an dieser Aktion für die ambulante Versorgungsstruktur wurde auch von den Betreuten dankbar aufgenommen. Im Folgenden nun die Berichte einiger Politiker, die an der Aktion Rollentausch teilgenommen haben.

 

Rita Ortler schreibt zu ihren Erlebnissen während einer Frühtour, die sie begleitet hat: „Ich habe eine Frührunde bei der Sozialstation St. Vinzenz mitgemacht und die Eindrücke, die ich dabei bekommen habe, lassen sich nicht in einem Satz beschreiben. Mir war nicht bewusst, wie vielgestaltig die Arbeit der mobilen Helfer ist: vom Blutzuckermessen, Spritzen, Aufstehen- oder Anziehenhelfen bis zu kleineren Aufgaben im Haushalt ist alles dabei. Diese Tätigkeiten nimmt ein junger, gesunder Mensch gar nicht als Arbeiten wahr, aber hier sind sie unüberwindliche Hürden. Man merkt deutlich, dass die pflegebedürftigen Menschen auf die Hilfe der Sozialstation warten, sich auf diesen Kontakt freuen. Sie bereiten sich vor und lassen die Helfer in einen genau definierten Teil ihrer Privatsphäre ein. Für Viele bedeutet dies die Aufgabe ihrer Selbständigkeit und kostet sie große Überwindung. Bewundernswert ist hierbei das Fingerspitzengefühl der Helfer, genau diese Grenzen zu achten, die Pflegebedürftigen Wert zu schätzen und trotzdem einzugreifen, wenn es nicht anders geht.

Rita Ortler meint, „ohne diese Hilfe von Außen wäre es für viele Familien nicht möglich, ihre Angehörigen mit erhöhtem Pflegeaufwand zuhause zu betreuen. Als einzige Alternative gäbe es die stationäre Betreuung im Altenheim. Hier leisten die Sozialdienste viel, um ‚ambulant vor stationär’ zu verwirklichen. Betroffen gemacht hat mich, dass es gerade in unserer Wohlstandsgesellschaft Menschen gibt, die mehr Pflegeaufwand bräuchten, sich diesen aber nicht leisten können!"

Maria Höpfner war in einer Abendtour mit unterwegs; ihre Tour dauerte drei Stunden. Sie fand es besonders interessant, wie vielfältig und unterschiedlich die Tätigkeiten des Pflegedienstes in einer Sozialstation sind. Sie zeigte sich fasziniert von der professionellen Art, wie Hilfeleistungen und Pflege erledigt werden und besonders von dem Erlebnis, dass der jeweilige Mensch mit seinen Bedürfnissen, speziell dem Wunsch nach Gesprächen, im Mittelpunkt steht.

Walter Fograscher hat das Ausfahren des Essens auf Rädern begleitet. Für ihn stellt dieses Serviceangebot eine wichtige Unterstützung zur Erhaltung der Selbständigkeit in gewohnter Umgebung dar. Herr Fograscher war besonders beeindruckt von der Pünktlichkeit der Lieferungen zum vereinbarten Termin, dass das Essen in Porzellangeschirr appetitlich angerichtet ist und über einen langen Zeitraum heiß bleibt. Den Wegfall des Zivildienstes findet er im Zusammenhang mit diesem Serviceangebot besonders bedauerlich.




Bildunterschrift: Unser Bild zeigt von links: Maria Höpfner, Walter Fograscher, Ursula Guggeis,Jürgen Greiner, Rita Ortler

zuletzt geändert: 21.12.2011

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